Die Shout Out Louds sind aktuell erneut mit Ihrem Album Ease My Mind in der Nation unterwegs. Am Freitag spielten sie ein Konzert im Substage in Karlsruhe [hier gehts zur Konzertreview]. Bei sommerlichen Temperaturen haben wir uns bereits mittags mit Adam Olenius und Ted Malmros zusammengesetzt und über das Album, einen Auftritt beim König und ihre aktuellen Playlists geredet.

About Musïc: Wie geht es euch heute? Ihr seid ja auf dem Weg hierher auch ganz schön im Stau gestanden.

Adam: Es geht uns gut, danke. Gestern wurde es etwas später in Münster, aber wir hatten einen Riesenspaß. Heute sind alle etwas müde. Wir hatten schon lange keine Tour mit einem kleinen Van mehr, somit ist das alles für uns aktuell noch sehr ungewohnt.

Ted: Aber es ist tolles Wetter!

About Musïc: Macht es also mehr Spaß bei schönem Wetter zu Touren?

Ted: Definitiv, das macht alles so viel einfacher!

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About Musïc: Ihr versucht ja immer etwas regionales in der jeweiligen Tourstadt zu essen / trinken. Hattet ihr gestern ein gutes kühles Bier in Münster?

Ted: Ja, aber ich habe keine Ahnung wie das Bier von gestern Abend heißt.

Adam: Ich auch nicht, aber gestern hatten wir Spargel, der war hervorragend. Auf der Fahrt nach Karlsruhe haben wir überall die vielen Spargelfelder gesehen.

About Musïc: Ja, dafür ist Karlsruhe auch bekannt, der wird hier viel angebaut.

Adam: Ah ok. Aber, das heute ist erst unsere dritte Show der Tour, wir haben also noch einiges vor uns.

 

About Musïc: Vor ein paar Tagen habt ihr eine neue Single mit dem Namen „IN NEW EUROPE“ veröffentlicht. Kannst du uns zu dem Song etwas erzählen? Um was geht es im Song und ist er politisch zu verstehen?

Adam: Ja, er ist auf jeden Fall politisch. Wie sich Europa und die ganze Welt verändert und was alles passiert. Leute verlassen das Land um etwas Neues zu finden, aber auch über Leute, die versuchen, das passierte zu vergessen. Die Welt wird gerade sehr stark umstrukturiert. Die Umwelt, die politische Situation, Krieg,… Es passiert so viel gerade, es ist einfach echt drückend. Man fühlt sich schuldig, wenn man nichts unternimmt. Und es herrscht einfach eine schwierige Atmosphäre. Es ist schweres in diese Tagen nicht darüber zu schreiben. Wir haben nie richtig politische Songs geschrieben. Klar waren einige Songs hier und da mal etwas politischer, aber es ist schwer in einen Pop Song so ein Thema zu verbauen. Ich wollte es aber in einem Popsong verpacken und irgendwie die zwei Seiten der Geschichte aufzuzeigen. Es ist immer noch eine sehr starke Message, um das in einem Pop oder Indie Rock Song zu verpacken, oder wie man unsere Musik auch nennen möchte.

 

About Musïc: Und ist der Song noch ein Teil der „EASE MY MIND“ Ära oder ist es ein neues Kapitel welches ihr damit aufschlagt oder arbeitet ihr vielleicht sogar an einem neuen Album?

Adam: Das ist ehrlich gesagt das erste Mal, dass wir so etwas getan haben, einen einzelnen unabhängigen Song zu veröffentlichen.

Ted: Er gehört nicht zu einer Aufnahme eines neuen Albums oder so. Aber wir haben zwei Songs aufgenommen. Es kommt also noch einer. Die gehören jedoch beide eher zu einer neuen Ära.

Adam: Der nächste Song ist auch total unterschiedlich und anders als alle bisherigen Songs. Sie sind aber nicht zwanghaft eine Aussicht auf die Zukunft, da wir ja immer wieder dazu tendieren, etwas Neues auszuprobieren. Ease my mind ist immer noch sehr aktuell. Auch wenn wir neue Sachen aufnehmen und Songs schreiben und releasen….Das Format – Album, nicht dass es für uns karrieretechnisch wichtig ist, sondern eher für uns persönlich, wie wir uns zu dieser Zeit gefühlt haben. Es ist für uns wie ein Kapitel unseres Lebens, die beiden Songs sind jedoch irgendetwas dazwischen.

About Musïc: Wie einfach ist es für euch neue Ideen zu entwickeln?

Ted: Wir haben immer eine große Menge an Ideen, aber dieses Mal haben wir lange Zeit gebraucht zwei Songs zu formen. Manchmal ist es ist einfacher, ein komplettes Album zu schreiben wenn man mehr hat, dann arbeitet man einfach in eine bestimmte Richtung.

Adam: Aber als wir IN NEW EUROPE und den anderen Song geschrieben haben, kam auf einmal 3-4 weitere Song Ideen nach während der Probe und wir dachten „Hey, lasst uns ein neues Album machen“, dann hatten wir aber keine Zeit und wir wollten EASE MY MIND immer noch mehr Platz und Zeit als Album geben. Wir haben einige Ideen, vielleicht nehmen wir demnächst noch mehr Sachen auf. Aber das sagen wir immer.

 

About Musïc: Ihr erledigt sehr viele Arbeiten selbst, wie zum Beispiel Ted der die Videos produziert und so weiter. Wird es für euch von Album zu Album wichtiger, immer mehr in die Prozesse eingebunden zu sein und alles selbst zu machen?

Ted: Manchmal ja. Ich denke am Anfang war sehr wichtig für uns. Heute arbeiten wir auch mit anderen Leuten zusammen weil das absolut ok für uns ist, neue Einflüsse und Ideen von anderen mit einzubringen. Ich finde, wir sind da ein wenig entspannter geworden mit der Zeit. Wir haben jedoch schon weniger mit anderen Leuten zusammen gearbeitet als jetzt. Beim letzten Album haben wir fast alles alleine gemacht. Es gab nur ein Video,…

Adam: Ja, es ist… Wir haben gar nicht so viel Zeit für das alles. Und wir vertrauen auf unsere eigene Marke. Jetzt arbeiten wir mit einem Producer der daheim mit den Songs arbeitet, während wir auf Tour sind. Das wäre früher so nie passiert weil wir so Kontrollfreaks sind, aber jetzt schickt er uns Zeug zu und wir sehen – Schönheit ist nicht das richtige Wort aber – es ist einfach interessant zu sehen was passieren kann, wenn wir jemand anderen unseren Song geben, wie die den Song interpretieren oder wie sie mit ihm arbeiten. Aber es ist immer noch so, im Vergleich zu anderen Bands machen wir noch sehr viel selbst. Wir sind überall involviert.

About Musïc: Und habt ihr euch schon einmal überlegt wirklich alles selbst zu übernehmen?

Ted: Du meinst Aufnahmen und Veröffentlichungen. Wir haben da erst letztens ein klein wenig mehr darüber gesprochen, ob wir versuchen sollen noch mehr wirklich selbst aufzunehmen, aber – keine Ahnung.

Adam: Ja, aber dann gibt es die Geschichte mit Labels und alles drum herum wie Musik selbst veröffentlichen und das ist zu viel zu viel Arbeit.

Ted: Alles läuft so eigentlich ganz gut wie es läuft

Adam: Und wir sind nicht so gut in den Business Geschichten, daher lassen wir das.

Ted: Es ist gut bei den Dingen zu bleiben, bei denen man gut ist.

Adam: Wir arbeiten schon immer mit ein und dem selben Manager. Er ist ein Freund von uns und als er diese Management Geschichte startetet, starteten wir als Band, und da bot sich das natürlich an. Ja, wir sind immer in unsere ganz eigenen geschützten Blase und das ist für uns bisher ein guter Weg gewesen das so zu handhaben.

About Musïc: Wir haben gehört dass Adam ein eigenes Studio hat. Nehmt ihr dort auch viel selbst auf?

Ted: Nein, wir haben da nicht wirklich etwas aufgenommen.

Adam: Wir haben da ein paar Mal geprobt aber, es ist aber auch kein richtiges Studio, mehr so ein kleiner Raum wie dieser hier. Aber manchmal, ja.

Ted: Ja, wir waren da, allerdings nicht so oft. Wir fünf sind nach wie vor gerne in unserem normalen Proberaum.

Adam: Genau, wir halten immer noch an unsere Art zu schreiben fest. Wir sind immer noch eine Gemeinschaft. Und auch wenn ich in meinem Studio arbeiten kann und da ein paar tolle Ideen hoch kommen… Es gibt vielleicht so 3-4 Songs an denen wir nicht zu viel herumgeschaubt und herumgeprobt haben und die direkt aufgenommen wurden weil sie so schon super klangen, aber die meisten unserer Songs werden erst unsere beziehungsweise  gute Songs, wenn wir alle fünf zusammen arbeiten. Wenn alle gemeinsam Ideen einbringen und den Song entwickeln. Es sind vielleicht 20 % des Songwriting, die dort in meinem Studio passieren.

 

About Musïc: EASE MY MIND ist jetzt über 6 Monate auf dem Markt. Seid ihr zufrieden mit den Resonanzen?

Ted: Ja schon, auch wenn du immer hoffst noch mehr zu bekommen.

Adam: Wir sind schon sehr stolz auf das Album, genauso wie auch auf die Tour. Die war wirklich super und es macht Spaß zu sehen, wie die Leute noch immer zu unseren Shows kommen. Wir sind mittlerweile auch schon seit 15 Jahren mit dabei. Wir sind natürlich immer noch sehr aufgeregt wenn es auf Tour geht oder um das schreiben von Musik. Aber – wir sollten nicht ganz so zufrieden, wir wünschten uns, mehr Menschen könnten unsere Musik hören. Manchmal können wir zum Beispiel nicht nach Kalifornien, weil das Budget dafür nich reicht und wenn uns mehr Leute hören könnten, könnten wir an vielen anderen Orten spielen. So sehen wir das zumindest.

 

About Musïc: Wir hatten erst letztens intern eine Diskussion, weil aktuell zu viele Bands ein MTV Unplugged machen. Aktuell zum Beispiel Biffy Clyro, und früher zum Beispiel bei Nirvana, da war das noch wirklich was besonderes. Und auch hier in Deutschland gibt es wirklich viele MTV Unplugged. Wie ist das denn in Schweden?

Adam: Nein, ich habe gehört das es hier sehr groß ist. Mando Diao haben das glaube ich getan, aber es wurde nur hier in Deutschland veröffentlicht und nicht in Schweden. Wir haben das in Schweden nicht. Ich denke das ist nur hier, in den UK und in USA so groß. Vielleicht steht ihr einfach sehr auf MTV Unplugged?

About Musïc: In Deutschland sind die MTV Unplugged Geschichten schon sehr erfolgreich was die Alben und die Tourneen danach angeht. Also ja, es spricht hier eine große Masse an.

Adam: Ja, dann sollten wir das vielleicht auch mal in betracht ziehen

About Musïc: Das wäre dann auch schon die nächste Frage gewesen: Würdet ihr ein MTV Unplugged machen, wenn ihr es angeboten bekommen würdet?

Ted: Ja vielleicht.

Adam: Ja – ich meine – ich denke, wenn wir das tun würden, würden wir Akustik Versionen von unseren Singles machen. Aber ich würde viel lieber eine kleine „Theater Tour“ machen, bei der wir Songs spielen können, die zwar auf dem Album sind aber nie von uns gespielt wurden. Wir haben immer nur 1,5 Stunden Zeit und wir versuchen natürlich auch von jedem Album etwas zu spielen und es gibt da eben viel zu viele Songs die wir wirklich noch gar nie live gespielt haben. Da gibt es so viele langsame und intime Songs. Das wäre ein toller Weg denen Songs eine Bühne zu geben, die die Leute eben nicht so kennen. Aber es muss dann einfach auch gut klingen und auch produktionstechnisch muss das auch alles passen. Ich weiß auch nicht. Aber wir müssen dann Elemente haben, die es trotzdem noch interessant wirken lässt.

Ted: Ja aber es könnte schon Spaß machen!

Adam: Aber ja – vermutlich müssten wir dann am Sound arbeiten. Kurz gesagt – wir würden es wahrscheinlich schon machen, weil wir gerne alles mögliche ausprobieren wollen aber auch hier wären wir wohl wieder Kontrollfreaks.

 

About Musïc: Habt ihr denn innerhalb der Band Regeln oder einen Codex den ihr einhaltet, vielleicht Dinge, die ihr nie tun würdet?

Ted: Ja, das hatten wir auf jeden Fall anfangs, allerdings haben wir die nach der langen Zeit einfach nicht mehr, weil wir einfach wissen, was wir machen wollen und was nicht und wenn sich einer unwohl fühlt dann geht es den anderen auch so. Wir fühlen da alle ziemlich gleich. Also – nein, nicht wirklich.

Adam: Es kommt ganz drauf an. Vielleicht wenn es um Magazine geht. Wir haben da erst gestern darüber geredet, über Magazine, die sich nicht auf die Musik konzentrieren, sondern zu Beispiel „Männer Magazine“. Das passt einfach nicht zu uns und da wollen wir dann auch nicht involviert sein. Aber viele solcher Dinge sind auch über die Jahre irgendwo reifer geworden und naja. Es ist hart in Ländern zu sein und Promotion zu machen mit Magazinen und so, die wir nicht kennen. Da muss man einfach auf das Label und auf die Leute mit denen wir arbeiten vertrauen.

Ted: Wenn die sagen dass es ok geht, dann passt das schon auch.

About Musiic: Und hab es da in den letzten 15 Jahren auch etwas, zu dem Ihr dann doch nein gesagt habt?

Ted: Ja wir lehnten Sachen ab, natürlich gab es das im Laufe der Jahre.

Adam: Es waren vor allem Magazine und Werbeverträge die wir abgelehnt haben. Gerade am Anfang als wir 2003 anfingen, da wurde uns ein größere Werbevertrag angeboten.

Ted: Es war damals ganz anders und nicht angebracht für Indie Bands Werbung zu machen.

Adam: Und wir wollten das auch noch nicht, weil wir unser erstes Album noch nicht einmal veröffentlicht hatten beziehungsweise stand das ganz kurz bevor und, naja, manche Bands kennt man eben nur wegen eines einzelnen Werbespots und wir wollten nicht, dass uns so etwas in irgendeiner Art etwas verbaut. Aber mittlerweile, nachdem wir eine Weile im Business sind und eine gewisse Basis haben ist es einfacher für uns, gewisse Dinge zu tun.

Ted: Wir kriegen da aber auch nicht so viel Angeboten. Ich denke solche Werbeverträge kriegen eher Solokünstler und nicht Bands. Meistens hat das dann auch gar nichts mit der Musik an sich zu tun. Was wir angeboten bekommen sind eben Konzert und Festivals, also eben normale Dinge. Solokünstler bekommen dann eher Angebote für TV Shows als Bands.

Adam: Ja das stimmt.

Ted: Ja das kommt eher nicht vor. Aber im Großen und Ganzen waren da keine komischen Angebote die an uns herangetragen wurden.

About Musïc: Und das Gegenteil? Gibt es da irgend etwas bei dem ihr zustimmten würdet ohne groß nachdenken zu müssen?

Ted: Ja, vor allem einfach große, coole Festivals die wir gerne spielen wollen.

About Musïc: Allsång på Skansen“ zum Beispiel?

Ted: Oh ja! Ja das ist auch so etwas das eher Solokünstler angeboten bekommen und keine Bands. Vielleicht würden sie es Adam anbieten als Solokünstler. Würdest du das machen Adam? Wenn sie die Band einladen?

Adam: Ja ich würde es für euch tun! Einige unserer Freunde haben dort schon gespielt. Auch weil man da eben eine breite Masse an Zuschauern erreicht, da gibt es so viel Fernsehen die die Musik zeigen und darüber berichten. Vor einiger Zeit hätte ich das abgelehnt, aber mittlerweile – ja, ich weiß auch nicht, was solls! Aber wir haben Freunde, die das schon gemacht haben, aber meistens Solokünstler. Bob Hund haben da schon gespielt, nicht wahr Ted?

Ted: Ja stimmt. Vielleicht haben sie gelegentlich doch auch eine Band dort. Aber wir haben schon etwas ähnliche Sachen wie das als Band gemacht, und das ist schon immer ein bisschen komisch. Im Video zu Fall Hard spielen wir eine TV Show nach und zeigen wie komisch es da sein kann und so ist es auch manchmal, wenn man in einem Land ist, in dem man die Sprache nicht spricht und versteht. Es passiert manchmal, eigentlich gibt es viele Dinge die wir gerne mal machen würden aber noch nie darüber nachgedacht haben.

Adam: Das ist eine Sache, die uns noch nie jemand gefragt hat.

About Musïc: Und was wäre wenn euch König Carl XVI. Gustaf fragen würde im Schloss zu spielen? Bei einer Hochzeit zum Beispiel?

Adam: Haha oh, der König bei einer royalen Hochzeit?

Ted: Vielleicht, aber eher nicht. Wird man dafür dann bezahlt? Wahrscheinlich schon oder?

Adam: Und das ist so etwas…. es fühlt sich etwas bekloppt an von uns zu sagen „oh das machen wir nicht weil es nicht cool ist“, aber da spielen eben noch ganz viele andere Sachen mit. Wir wollen dort unsere Musik spielen, wo wir uns wohl fühlen und es sollte dort schon auch um die Musik gehen. Es sollte schon das richtige Format für uns sein.

Ted: Wir würden eher nicht auf einer rechten Partei Party oder so spielen.

Adam: Natürlich nicht. Ich würde nicht beim Geburtstag des Königs spielen, auch wenn ich nicht gegen die Monarchie bin. Aber, ich würde mich einfach nicht wohl dabei fühlen.

Ted: Es ist nicht unbedingt der Ort an dem man sein möchte als Indie Rockband. Wir bevorzugen einfach Clubs.

 

About Musïc: Ok, nächste Frage. Was für Musik hört ihr aktuell privat?

Ted: Ich höre sehr viel Indie aber auch viel Instrumentale Musik.

Adam: Ich höre gerade viel Snail Mail aus den USA. Ich denke es ist eine Band, oder vielleicht auch nur ein Mädchen. Sie hat nur ein paar Songs aber die sind wirklich wirklich gut, so in Richtung Oldschool 90s. Sie ist vielleicht gerade mal 17.

Ted: Wir müssen mal wieder unsere Playliste erneuern!

Adam: Oh ja. Wir haben immer eine Playlist die wir abspielen bevor wir auf die Bühne gehen.

Ted: Ihr habt kein Spotify in Deutschland oder?

About Musïc: Doch klar, haben wir.

Ted: Ah das ist gut. Wir hören da viel über die Discovery Funktion, die dir neue Musik empfiehlt auf der Grundlage deiner Musik die du abgespielt hast und das ist wirklich toll. Da gibt es Bands an die man bisher keinen Gedanken verschwendet hat bis Spotify eben ein Lied von ihnen vorschlägt und dann denkt man sich „oh das hört sich super an“ und das wird dann wie ein Mixtape.

Adam: Ja das ist guter Weg neue Musik zu entdecken. Wir haben da doch erst darüber gesprochen. Khruangbin ist eine amerikanische Band aber ich glaube sie sind ursprünglich aus Thailand. Die singen zwar aber es ist sehr instrumentalisch, zusammen mit 60s Soul. Die haben eine Playlist die sie auf Spotify zur Verfügung stellen, also eine Künstlerplaylist mit ihren liebsten Songs die sie vorschlagen, und die haben so einen interessanten Musikgeschmack. Von Weltmusik, Old School Hip Hop und alles Mögliche. Ich hole mir da oft Inspirationen, höre da viel rein und entdecke neue Musik.

Ted: Carl spielt oft Musik von einem algerischen Sänger der auch echt gut ist. Also wir hören Musik von überall her.

Adam: Vor allem auf Tour hört man gerne alte Musik, 80s Hits. Gestern haben wir Lauryn Hill gehört, das ist immernoch ein großartiges Album.

About Musïc: Und gibt es aktuell irgendwelche neuen schwedischen Künstler?

Ted: Gibts es da nicht die Band? Hater!? Die sind aus Malmö und ziemlich gut.

Adam: Eine Freundin von uns, Sibille Attar, sie bringt bald eine neue EP raus. Die ist ziemlich gut. Wir spielten letztens ein schwedisches Festival da waren einige dabei.

Ted: Da waren einige sehr junge Bands und wir sind halt schon etwas älter. So Bands wie Little Jinder. Heute ist das alles eher sehr poppig und das ist nicht so unseres.

About Musïc: Aktuell kommt da nicht so viel von Schweden nach Deutschland wie früher. Zum Beispiel wie First Aid Kid

Adam: Ja die haben aber erst ein neues Album veröffentlicht. Lykke Li veröffentlicht bald auch etwas neues. Das wird interessant, ich mag ihre Musik.

Ted: Da kommt gerade viel von bereits bekannten Künstlern. Aber es sind immer noch gute Alben. Aber ich meine, Frist Aid Kid sind immernoch ziemlich jung und frisch.

Adam: Ja aber die haben auch schon einige Alben veröffenlticht und auch bei Lykke müsste es bereits das vierte oder fünfte Album sein. Unser Drummer auf Tour ist eigentlich auch ihr Drummer. Das ist die letzte Tour mit dem Album die er mit uns spielt und dann geht er mit ihr arbeiten, aber er kommt dann wieder zurück.

Ted: Es gibt einiges an neuer schwedischer Musik, aber auf schwedisch. Deswegen kommt die Musik vermutlich auch nicht bis nach Deutschland.

Adam: Es ist echt cool, Musik in unserer Sprache zu hören. Es ist sehr….

Ted: Ihr wisst sicher wie das ist, man ist dem ganzen mehr verbunden wenn man Musik in der Muttersprache hört.

Adam: Ja und auch der Wortschatz ist einfach um einigeres größter. Manchmal hat man das Gefühl man verpasst etwas, wenn man Musik in einer anderen Sprache hört.

Ted: Hurula vom Norden sind sehr gut, die sind sehr punkig und hart.

Adam: Und Jonas Lundqvist. Er war in einer Band Bad Cash Quartett kennt ihr die?
Aber ja, ihr habt recht, da kommt aktuell nicht so viel, aber eben weil das meiste davon auf schwedisch ist.

 

About Musïc: Letzte Frage – habt ihr einen Partytrick?

Adam: Ted ist ein super Barkeeper. Vor jeder Show mixt er einen besonderen Drink zusammen.

Ted: Heute gibt es Cocktails!

Adam: Das ist auch schon der eigentliche Partytrick.

Ted: Ja aber auch das zusammensitzen und miteinander essen und so. Viele Bands wollen auf Tour jeder für sich alleine sein und gehen da getrennte Wege und wir versuchen die Gruppe zusammen sein

Adam: Oh ich erinnere mich gerade, letztes Mal als wir hier waren hast du Ingwer und Chilli über Nacht in Wodka eingelegt. Und es gibt oder das ist ein Drink der heißt Stormy Clouds?

Ted: Dark & Stormy glaube ich. Mit Rum.

Adam: Ja der ist ziemlich cool.

Ted: Aber den Name hast du irgendwo anders gehört.

Adam: Ja stimmt. Es gab doch auch mal den Drink der hieß Hello Kitty und am Schluss war es nur Wodka und Zitrone – das war ein bisschen enttäuschend.

Ted: War der überhaupt pink?

Adam: Ja er war etwas rosa aber da war auch nur ein kleiner trauriger Eiswürfel im Drink.

Ted: Das ist das schwierigste auf Tour, genügend Eiswürfel aufzutreiben. Man kriegt nie genug Eis. Aber ja – das ist unser Partytrick.

Adam: Es ist Freitag Nacht, wir hoffen, dass die Leute heute noch Bock auf Party haben!

About Musïc: Da sind wir uns sicher! Vielen Dank für das Interview!

 

Shout Out Louds © Emma Svensson

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