Miles Kane ist zur Zeit mit seinem neuen Album Coup de Grace auf Tour durch Europa und machte dabei halt im Hamburger Club Terrace Hill.
Wir durften ihn vor seinem Auftritt zum Interview treffen und haben uns mit ihm über sein neues Album, seine Leidenschaft zur Musik sowie über seine neue Band geplaudert.

About Musïc: Wie geht es dir heute? Gestern war dein erstes Konzert in Deutschland. 

Miles Kane: Ich hab noch nicht so oft in Deutschland gespielt. Ich glaube, das letzte Mal ist bereits fünf Jahre her. In anderen Ländern in Europa habe ich schon viel öfters gespielt. Also ich war noch nicht so oft hier – das heißt auch, wir haben hier noch eine Menge Arbeit vor uns.

About Musïc: Hat dir der Auftritt gestern gefallen?

Miles Kane: Ja, der Auftritt war gut. Ein kleiner, verschwitzter Club wie hier auch. Die Songs live zu spielen macht einfach Spaß und es ist wirklich spannend.

About Musïc: Und von deinen Fans hast du auch nur gute Rückmeldungen erhalten?

Miles Kane: Ja das habe ich.

About Musïc:  Wie würdest du die Reaktionen auf dein neues Album beschreiben?

Miles Kane: Sie sind jetzt nicht gewaltig, aber zu Hause und in Frankreich – vielleicht auch hier – da gibt es definitiv einen Verbindung zu den neuen Songs. Die Texte sind sehr persönlich und ehrlich und ich glaube, die Jungs und Mädels da draußen können sich damit identifizieren. Aber auch diese Up-Beat Musik lässt einen einfach gut fühlen.

About Musïc: Du wolltest von Beginn an eine 10-Track Platte machen – warum?

Miles Kane:
Ich wollte ein Album, mit dem man nicht argumentieren kann. Es war natürlich schwer, die Anzahl der Songs auf nur 10 Stück einzugrenzen.

About Musïc: Glaubst du, dass du aus den Songs die übrigen waren ein weiteres Album machen wirst? Oder ist das Kapitel endgültig abgeschlossen?

Miles Kane: Ich weiß es noch nicht.

About Musïc: Du hast bisher mit vielen unterschiedlichen Produzenten gearbeitet. In welcher Phase der Platte hast du dich für John Congleton entschieden?

Miles Kane: Als ich die Songs geschrieben habe. Ein Freund von mir in L.A. hatte schon einmal mit ihm zusammen gearbeitet. Er sagte mir, er wäre genau der Typ für dieses Album. Und er wäre eben gut um es auch zu produzieren. Also haben wir ihm die Demos geschickt und wir haben uns mit ihm getroffen und es lief echt gut. Und wir haben in nur einer Woche einfach ein paar Songs versucht und haben dann in dieser einen Woche ganze sechs Songs gemacht. Es lief einfach und es war sehr angenehm mit ihm beim aufnehmen – es hat alles gepasst, es passierte dann einfach so.

About Musïc: Was war dann sein Input auf dem Album?

Miles Kane: Ich hab ihn einfach sein Ding machen lassen. Ich hab einfach zu ihm gesagt, dass wir diese Songs haben und sie live aufnehmen wollen und dass sie cool klingen sollen. Also hab ich ihn einfach machen lassen.

About Musïc: Hast du schon mal darüber nachgedacht, ein Album selbst zu produzieren?

Miles Kane: Nein, ich bin daran nicht interessiert. Vielleicht eines Tages, aber ich weiß gar nicht, wie man das alles macht. Ich will einfach nur reingehen und spielen.

About Musïc:  Aber die Songs ‚Killing The Joke‘ und ‚The Wrong Side Of Live‘ sind Demo Songs die ihr so auf das Album genommen habt?

Miles Kane: Ja, das war als ich mit Jamie die Demos gemacht habe. Ich spielte und er machte das alles am Computer. Ich habe versucht sie aufzunehmen, aber sie klangen einfach nicht cool. In einer Session mit John und der Band haben wir einen aufgenommen, aber es fühlte sich einfach nicht gut an. Also haben Jamie und ich einfach die Demos fertig gemacht und gemixt und sie aufs Album getan. Es gab keinen Grund sie nochmals aufzunehmen.

About Musïc: Du bist ziemlich aktiv auf deinen Social Media Kanälen. Vor allem auf  Instagram machst du öfters auch Livestreams, eben gerade beim Soundcheck hast du dich auch gefilmt.

Miles Kane: Ja, das habe ich noch gar nicht hochgeladen.

About Musïc: Du machst deine Fans ziemlich glücklich damit.

Miles Kane: Tue ich das? (schmunzelt)

About Musïc:  Ja, natürlich.

Miles Kane: Das ist gut.

About Musïc:
Andere Künstler sind da nicht so aktiv.

Miles Kane: Ja.

About Musïc: Du hast da schon Spass daran?

Miles Kane: Ja. (lacht) Ja ich mache das echt gerne. Es macht mir nichts aus das zu tun. Ich mag es wie jetzt gerade eben den Song zu spielen. Das ist schon irgendwie cool.

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About Musïc: Neues Album – neue Live Band?

Miles Kane: Ja eine neue Band.

About Musïc: Wie kam es dazu? 

Miles Kane: Es ist einfach sehr viel Zeit vergangen seit dem letzten Ding. Ich wollte einfach eine neue Energie und einen neuen Vibe. Es war nichts gegen die Jungs, die ich beim letzten Mal dabei hatte. Ich will einfach nicht gebunden sein an irgendetwas oder irgendjemand und das ist ja auch so der Punkt dabei allein zu sein. Ich kann mit verschiedenen Musikern auftreten und ausprobieren. Ich fühle mich sehr glücklich jetzt Vicci, Dom und Nathan mit dabei zu haben. Sie sind alle fantastisch und sie bringen einfach etwas neues mit rein. Es gibt auch mir eine neue Energie.

About Musïc: Wir durften dich schon einige Male live erleben und man merkt das dann tatsächlich, dass auch von der Band die mit dir auf der Bühne steht eine große Energie ausgeht.

About Musïc: Wir sehen nächste Woche Jack White und er spielt seine Konzerte komplett ohne Setlist. Würde das für dich auch in Frage kommen?

Miles Kane: Ich hatte letztens einen Akustik Gigs bei dem ich einfach gespielt habe, was sich gut angefühlt hat, aber das ist ja etwas anderes. Also ich mag die Idee daran, aber ich glaube, ich würde irgendwann vergessen, was ich spielen müsste. (lacht)

About Musïc: Hast du noch immer die selbe Leidenschaft für die Musik wie damals als du begonnen hast?

Miles Kane: Ja zu 100%.

About Musïc: Was ist das Wichtigste, was du bisher in der Musik Industrie gelernt hast?

Miles Kane: Ich weiß auch nicht so richtig. Nicht darauf zu hören was andere sagen. Einfach an sich selbst zu glauben und sich nicht zu viele Sorgen darüber zu machen, was andere denken. Ich habe mir immer viele Sorgen gemacht, aber je älter man wird, umso mehr macht man das, was man wirklich machen will.

About Musïc: Also liest du auch nicht die Reviews deiner Alben?

Miles Kane: Nein. Wobei manchmal mache ich das schon. Ich versuche es nicht zu tun. Nur wenn es gut ist – dann lese ich sie.

About Musïc: Und woher weißt du das es eine gute Review ist?

Miles Kane: Ja ich weiß auch nicht wahrscheinlich wenn es mir jemand schickt. (lacht)

About Musïc: Welche Musik hörst du zur Zeit?

Miles Kane: Pet Shop Boys, George Michael, Wham… Zur Zeit diese Art von Musik (lacht laut) Disko.

About Musïc: Dein Lieblingstrack von Jamie T.?

Miles Kane: Wahrscheinlich Tinfoil Boy von seinem letzten Album.

About Musïc: Dein Lieblingstrack von Lana Del Rey?

Miles Kane: Ähm… gebt mir eine Sekunde… ich glaub West Coast(singt ein paar Strophen) das Album liegt glaube ich schon ein bisschen zurück, sie hat es mit Dan Auerbach von den Black Keys gemacht. Ihr werdet den Song erkennen wenn ihr ihn hört.

About Musïc: Wärst du für eine Punk-Rock Band gemeinsam mit Jamie T. zu haben?

Miles Kane: Auf jeden Fall!

About Musïc: Und wie würdet ihr euch dann nennen?

Miles Kane: (lacht laut) Ich weiß nicht. Vielleicht würden wir uns „Punk Therapy“ nennen.

About Musïc: Was ist die erste musikalische Erinnerung die du hast?

Miles Kane: Auf ein Konzert von den Super Furry Animals in Liverpool zu gehen. Das war das erste Konzert auf dem ich war und ich war wirklich aufgeregt. Ich habe mir Tickets gekauft und habe darauf gewartet. Das ist das was mir direkt einfällt wenn ich danach gefragt werde.

About Musïc: Wie viele Gucci Loafers besitzt du?

Miles Kane: Oh mein Gott! (lacht) Es ist total lächerlich! Es muss Enden! Meine Obsession für Klamotten muss bald ein Ende nehmen. Es ist nicht gesund.

About Musïc: Du weisst nicht wieviele du besitzt?

Miles Kane: Nein ich weiß es echt nicht.

About Musïc: Mehr als 10 Paar?

Miles Kane: Das könnte schon so hinkommen.

About Musïc: Vielen Dank für das Interview!

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