Wir waren am Montag Abend beim Konzert von Kodaline im LKA Longhorn in Stuttgart.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Iren von Kodaline ein Konzert im Longhorn in Stuttgart geben. Bereits von knapp zwei Jahren war die Band um Sänger Steve Garrigan mit ihrem zweiten Album Coming Up for Air in einem restlos ausverkauften LKA zu Gast und überzeugen. Gestern brachten sie neue Songs mit und zwar die vom erst vor kurzem erschienen Album Politics Of Living.

Die Location öffnete leider nicht wie angekündigt um 18:00 Uhr sondern erst nach 19:00 Uhr, was bei den aktuell herrschenden Temperaturen nicht gerade angenehm war. Der Stimmung schien das aber keinem Abbruch zu tun. Nichtsdestotrotz stürmten, sobald sich die Türen öffneten, vor allem junge weibliche Fans direkt nach vorne um sich ihren Platz in der ersten Reihe zu sichern.
Wenigstens betrat dann recht pünktlich um 20:00 Uhr der erste Support-Act des Abends die Bühne: JC Stewart. Der aus Nordirland stammende Singer/Songwriter beeindruckt mit einer ganz schönen Stimmgewalt. Man merkte, der junge Kerl hat schon Erfahrung gesammelt und so wickelte er im Handumdrehen das – ja – weibliche Stuttgarter Publikum um seine Finger. So sehr, dass, wann und wo immer er später im LKA auftauchte, es gekreischt wurde.

JC Stewart © About Musïc | Stephanie Bauer

Nicht minder erfolgreich sind die darauf folgenden ebenfalls aus Irland stammenden Wild Youth. Auch sie standen bereits im Vorprogramm von Arena füllenden großen Namen wie The Script oder Zara Larsson. Mit ihrem Sound erinnerten sie schon ein wenig mehr an den Hauptact Kodaline. Vor allem die Fans in den ersten Reihen feierten die bekannten und eingängigen Pop Songs wie All or Nothing und Lose Control und Can’t Move On euphorisch mit und bekamen dankbar auch ein Augenzwinkern oder Küsschen von der Bühne zugesendet. Beeindruckend war vor allem der Sänger Dave Whelan, der wie ein Wirbelwind über die Bühne fegte und zudem seine Stimme ebenso fulminant einsetzte. Das war schon interessant mit anzusehen und die machten richtig Spaß.

WILD YOUTH © About Musïc | Stephanie Bauer

Kodaline selbst kamen dann erst nach 21:00 Uhr auf die Bühne und ernteten neben großem Applaus auch jede Menge Gekreische. Wie gerne wären wir doch mindestens 10 Jahre jünger, dachten wir mehrmals an diesem Abend! Kodaline sind eine sehr gediegene Band, ohne große Showeinlagen kommen sie auf die Bühne, stellen sich an ihre Instrumente und hauen gefühlvoll in die Tasten oder Saiten. Sänger Steve Garrigan ist kein großer Entertainer – muss er eigentlich auch nicht sein, solange er seine Stimme „sprechen“ lässt. Mal nur mit Mikro in der Hand und mal mit Gitarre, schenkte er dem Publikum zumindest ein „Hallo“, „Danke“ und hier und da war dann doch auch ein verschmitztes Lächeln zu sehen.

KODALINE © About Musïc | Stephanie Bauer

Abwechselnd spielten sich Kodaline durch alte und neue Songs bis hin zur Single Raging die sie mit dem norwegischen DJ Kygo veröffentlichten. Das Publikum wie schon vor zwei Jahren sehr textsicher für das, dass es sich um eine englischsprachige Band handelte.

KODALINE © About Musïc | Stephanie Bauer

Besondere Momente entstanden, als alle Bandmitglieder bis auf Steve Garrigan die Bühne verließen und nur er mit seiner Gitarre den Song The One spielte – Gänsehaut. Anschließend kam die Band zurück und das Quartett performt Akustik Angel sowie den wunderbaren irisch angehauchten Song I Wouldn’t Be, bei welchem gesanglich auch der Rest der Band, Mark Prendergast (Gitarre), Jason Boland (Bass) und Vinny May (Schlagzeug) mit einstimmten. Das war ziemlich gut und wuchtig und genau so haben Kodaline eigentlich auch ihre Karriere begonnen. Nur die vier Bandmitglieder mit ihren Stimmen auf den Straßen Dublins. Beim nächsten Kodaline Konzert wünschen wir uns mehr davon. Beendet wurde der Abend mit dem Song High Hopes, den wohl absolut jeder kennt und dementsprechend sogar der unfreiwillig mitgeschleppte Boyfriend oder Papa mitsingen konnte. Hach, war das schön!

Die Setlist von Kodaline in Stuttgart:

  1. Follow Your Fire
  2. Brand New Day
  3. Ready
  4. Honest
  5. Brother
  6. Shed A Tear
  7. Head Held High
    — — —
  8. The One
  9. Angel
  10. I Wouldn’t Be
    — — —
  11. Love Like This
  12. One Day
  13. Born Again
  14. Raging
  15. Love Will Set You Free
    — — —
  16. All I Want
  17. High Hopes

Klickt euch hier durch die Fotos:

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