Heute, am 26. April 2019, erscheint das neue Album Oh My God des Singer- und Songwriters Kevin Morby über Dead Ocean/ Cargo Records.

Mit seinem inzwischen fünften Studioalbum schlägt Kevin Morby viele neue Wege ein und lässt sich auf das Format eines Konzeptalbums ein. 

Schon wenn man sich das Album Cover ansieht, denken die Meisten wohl – Oh My God. Der aus Texas stammende Kevin Morby zeigt sich Oberkörperfrei auf einem Bett sitzend und in die Kamera starrend – verwirrend. Genau diese Aussage und dieser Zustand ist es,, den er hervorrufen möchte und die so oft in ihm hervorgerufen wird. Ein Zustand, den er mit diesem Album beschreiben möchte. Oh My God ist für Kevin Morby eine Aussage, die ihn beinah täglich im Alltag begleitet. Und so zieht sich auch die Aussage Oh My God durch alle Songs des Albums.

Letztendlich basiert die Idee zum Album auf dem Song Beautiful Strangers, welchen er im Jahr 2016 unter den Einflüssen des Pariser Attentats während eines Konzertes im Bataclan, dem des Pulse Clubs, dem Tod von Freddie Gray und der Wahl von Donald Trump geschrieben hatte. All diese Ereignisse sind Oh My God. Somit drückt für ihn die Aussage eine Unglaublichkeit von etwas aus. Gleichzeitig ist Kevin Morby aber auch schon immer fasziniert vom Bild des Glaubens, obwohl er selbst nicht gläubig ist. Und so baut er daraus ein Konstrukt für das Album.

Kevin Morby ist bekannt für seine Akustik Gitarre, doch die verschwindet auf Oh My God eher in den Hintergrund. Das Album ist somit eine Abgrenzung zu seinen vorigen Werken. Obwohl er auf Oh My God wieder mit Sam Cohen als Produzenten arbeitete, der auch schon beim Album Singing Saw mit ihm produzierte. Beide wollten gemeinsam etwas neues schaffen, das anders klingt. So greifen sie in vielen Song zu Keyboard, Orgel, Saxophon, KlarinetteCongas oder einem Chor und bringen damit neue Ebenen und Tiefen in die Songs.

Gleich beim Opener Song Oh My God, welcher mit einem Piano Solo beginnt, tritt einem aber auch wieder der gewohnt Morby Stil entgegen. Er bleibt seinem Minimalismus der Klänge treu, schürt aber seine teils düsteren Texte mit jeder Menge Sarkasmus.
Nicht nur, dass man sich während des Hörens ein wenig fühlt wie in der Kirche, man fühlt sich auch getragen von Klängen des Saxophon Solos oder der Congas und den immer wieder auftauchenden leicht schwebendem Chor wie im Song Nothing Sacred / All Things Wild. Der definitiv einer der bestechendsten des Albums ist.

Lauter wird es dann bei OMG Rock n Roll, der genauso klingen mag wie er auch heißt. Träumten wir bei den Songs zuvor noch vor uns hin, wird es hier laut mit E-Gitarren Riffs und Drums und man will tanzen.

Die Platte ist wie eine Reise, ein Wechselspiel von Gegenüberstellungen, der Bedeutung von Religion in der Welt, Beziehung und dem Alltäglichen. Alles kann sowohl positiv erfreulich aber auch negativ und traurig belegt sein. Dadurch nimmt Oh My God eine fast unfassbare, mystische Stellung ein und lässt sich schwer fassen. 

Die Tracklist von Oh My God:

01. Oh My God
02. No Halo
03. Nothing Sacred / All Things Wild
04. OMG Rock n Roll
05. Seven Devils
06. Hail Mary
07. Piss River
08. Savannah
09. Storm (Beneath The Weather)
10. Congratulations
11. I Want To Be Clean
12. Sing A Glad Song
13. Ballad Of Faye
14. O Behold

Bestellt es euch Oh My God von Kevin Morby hier.

About Musïc Schulnote: 2

VÖ: 26. April 2019

Kevin Morby © OH MY GOD

Mehr zu Kevin Morby