Gestern brachte Jeremy Loops den Sommer ins ausverkaufte LKA Longhorn nach Stuttgart.

Das LKA Longhorn in Stuttgart auszuverkaufen, davon träumen viele Künstler.
Dem Südafrikaner Jeremy Loops ist dies mit seinem aktuellen Album Critical as Water aus dem vergangen Jahr gelungen. Auf den Radio Stationen dieser Welt läuft er hoch und runter. Kein Wunder, lockte er mit seiner Musik – einer gut gelaunten Mischung aus Folk und Pop – ein Publikum aus sämtlichen Schichten bestehend an.
Ins Vorprogramm hat er sich den Kollegen James Hersey geholt, mit dem er bereits seit einigen Jahren befreundet ist und mit dem er schon immer davon träumte, einmal gemeinsam auf Tour zu gehen. Wie praktisch, dass sie erst vor zwei Wochen den gemeinsamen Song My People veröffentlichten und dies nun in Angriff nahmen.
James Hersey hatte während seines Auftrittes das Stuttgarter Publikum auf jeden Fall im Griff. Es wurde begeistert mitgesungen und getanzt. Nur an uns persönlich ist das alles ein wenig vorbei gerauscht. Slicker Pop, zwar mit Gitarre und selbstgeschriebenen Songs, aber doch ohne definierte Ecken und Kanten. 
 
JAMES HERSEY © About Musïc | Stephanie Bauer

Das Mädchen aus der ersten Reihe beschreibt den Auftritt von James Hersey folgendermaßen: „Die Atmosphäre war wundervoll, James Hersey hat sein Publikum mit einbezogen in seinen Auftritt. Er ist zudem ein sehr guter Sänger und besitzt eine wirklich tolle Stimme. Gespielt hat er natürlich seine erfolgreichsten Songs wie Miss You und Coming Over und ganz am Ende war er sogar noch am Merchandise Stand und hat sich mit seinen Fans unterhalten.“

Mit einer kleinen Verspätung kam Jeremy Loops kurz nach 21:00 Uhr auf die Bühne. Im Rücken an der Wand: sein Logo. Auf seinen Chucks: sein Logo. Auf seinem Shirt: sein Logo. Und erstmals gesehen auf seinem Pedal Board: sein kompletter Name! Okay, das hat nichtmal ein Keith Richards. Die Fans im LKA Longhorn sind hellauf begeistert als sich Jeremy Loops zunächst alleine mit Mundharmonika und Mikrofon und seinem coolen Pedalboard beatboxend und singend durch die ersten Songs arbeitet. Sichtlich hat er Bock auf die Stuttgarter und richtig gute Laune. Er erzählt zwischendurch Geschichten und Anekdoten zu Songs und seinem Tourleben. Das finden wir dann doch schon irgendwie sehr sympathisch. Jeremy Loops bewegt sich mit seiner Band und ab und an dem Rapper Motheo Moloko quer durch seine beiden Alben und großen Hits wie Freak, Waves, Down South und Gold. Alles recht bunt gemischt und uns ist das dann doch fast zu bunt. Folk und Dub und Pop und Rave Elemente mit Saxophone, Mundharmonika, Akustik Gitarre, Bass, Schlagzeug durcheinander gewirbelt und voll im gute Laune Partymodus.
 
JEREMY LOOPS © About Musïc | Stephanie Bauer

Als er sich zum Song Higher Stakes gemeinsam mit seinem Bassisten und Schlagzeuger nach vorne auf drei Hocker setzt und diesen Song Akustik performt, ist das schon irgendwie unser Highlight. Alles ruhig und definiert – einen großen Gang zurück geschaltet. Wie schön kann es sein. Als Zugabe gab es dann natürlich den Song My People gemeinsam mit James Hersey. Und zum Abschluss wurde es ganz wild mit See I Wrote It For You, bei dem alle abdrehten und große aufgeblasene Bälle ins Publikum geworfen wurden. Das war der Moment, in dem wir uns falsch am Platz fühlten – was war das? Ein gutes Konzert bei dem Publikum und Band eine riesiges Vergnügen hatten. Für uns persönlich wäre weniger mehr gewesen, aber das ist nur unser Eindruck.

JEREMY LOOPS © About Musïc | Stephanie Bauer
Aber hallo, das Mädchen aus der ersten Reihe schwärmt nach dem Konzert:
„Es war so toll! Jeremy Loops kam auf die Bühne und begrüßte fast jeden in der ersten Reihe und dann ging es erst los. Die Musik ist so großartig und reißt einen mit von der ersten bis hin zur letzten Minute. Die Stimmung im Publikum war super und man sah der Band und Jeremy an, welch großen Spaß sie hatten. Es war wie eine wilde Party wir haben gesungen und getanzt – ein großartiger Abend.“

Schaut euch hier die Bilder vom Jeremy Loops Konzert an.

Mehr zu Jeremy Loops