Beatsteaks – Yours

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© www.facebook.com/beatsteaks

Morgen erscheint das neue Doppelalbum Yours der Beatsteaks. Es ist bereits das achte Studioalbum der Berliner und soll zugleich auch das mannigfaltigste Album der Band sein. Eine Art Mixtape mit besonderen Songs der Beatsteaks an die eigenen Fans. Deshalb wohl auch der Name Yours.
Das Album entstand innerhalb von eineinhalb Jahren, gemeinsam mit den unterschiedlichsten Produzenten wie beispielsweise The Krauts aus dem Hip-Hop Lager, Brezel Göring von Stereo Total – also eher dem Elektro Seite, sowie dem Londoner Stephen Street aus dem Indie Rock, Pop Lager, der schon mit The Smiths wie auch Blur zu tun hatte. Zudem luden die auch liebevoll genannten Beatbuletten einige andere Künstler auf ihr Album ein und machten mit ihnen gemeinsam Musik. Herausgekommen ist dabei ein Werk, dass die Vielfältigkeit, die die Beatsteaks besitzen, aufzeigt und zwar in ganzen 21 Songs. Das klingt doch verrückt und spannend zugleich, weshalb wir uns das Album schon vor der Veröffentlichung angehört haben.

Der erste Song der Platte nennt sich Break Down und der beginnt so: Allright all my Stoner Friend out on the internet – okay. Vollgas nach vorne, wie man es von den Berlinern gewohnt ist. Ein Song der motiviert aufzustehen, weiter zu machen und gleichzeitig schreit er so sehr nach Party und abtanzen.

40 Degrees ist einer der Song, die bereits Ende Mai von der Band rausgehauen wurden und der in knappen 2:32 Minuten einfach nur ein typischer Besteaks Song darstellt, aber nur so typisch, wie es sich der Fan der Boombox Platte vorstellt. Melodisch und zunächst leise aber dann straight und poppig vorantreibende Beats.

You In Your Memories (feat. Chad Price) wurde mit dem Punk Rocker Chad Price, der unter anderem durch seine Band All Bekanntheit erreichte, aufgenommen. Herausgekommen ist natürlich eine Punk Nummer, die den Berliner Punk mit dem Kalifornischen perfekt vereint.

Der nächste Song nennt sich Filthy Crime und ist ein überwiegend entspannter Popsong, welcher aber andererseits auch einen großformatigen schrillen und lauten Refrain besitzt.

I Do ist ebenfalls eine schon vorab im Mai veröffentlichte Single, die sich sofort in die Gehörgänge bohrt und dort fest verankert bleibt. Festivals Ahoi, der Song wird wohl in Zukunft eine feste Nummer im Set der Beatsteaks werden. Let’s get married!

Beim Song Velosex bekommt Sänger Arnim Unterstützung aus der Heimatstadt Berlin. Stereo Total tragen zu dem Song bei und sowohl Françoise Cactus als auch Arnim geben sich der französischen Sprache hin. Herausgekommen ist ein Stück, das ganz eindeutig den Stereo Total Stil widerspiegelt, aber eben auch die Einflüsse der Beatsteaks mit einfließen lässt. Der Song klingt für uns definitiv nach einem tanzbaren Party Song – abgefahren und schon irgendwie cool.

Fever erinnert uns hingegen wieder an einen kalifornische Punk Rock Song. Sehr eingängig durch die typischen Gitarrenklänge und das Yeah Yeah, sowie die von Arnim gemeinsam mit der Band gesungenen Parts.

Der Song Ponkywonk kommt bei uns etwas schwächer an als die anderen. Er scheint nämlich mit seinen 0:55 Minuten nur der Lückenfüller zu sein und enthält keinerlei Gesang.

Yours ist der Titeltrack des Albums. Interessanterweise enthält genau dieser Song Elektroeinflüsse und scheint einer der experimentierfreudigsten des Albums zu sein. Wir finden ihn richtig gut, weil er sich erst nach mehrfachen hören so richtig entfaltet. Cooles Teil! Der Song spiegelt unserer Meinung nach die ganze Verspieltheit und auch Freude der Beasteaks an diesem Album wieder.

Mrs Right ist einer der Songs, der einfach im typischen Beatsteaks Gewand daher kommt und auch richtig gut auf einer der etwas älteren Platten Platz gefunden hätte. Andererseits ist das wohl die „Ballade“ über eine tolle Frau, die sich auf jedem Album findet nur eben hier in einem rockigen Gewand.

Sucker Punch ist eine Punk Hymne die an die großen Vorbilder The Clash und den englischen Punk angelehnt ist, Sing a Revolution to me – kurz und knackig und ziemlich gut!

Policoro ist ein Song der ins Ohr geht und besonders bei der live Performance zum mitsingen einlädt, da der Refrain einfach hängenbleibt.

Hate to Love (feat. Jamie T): Nicht nur wir scheinen riesen Fans von Jamie T zu sein, sondern auch die Beatsteaks! Gemeinsam haben sie den Song Hate to Love geschrieben und wir finden nichts schlechtes daran – wir sind aber auch etwas befangen. Auf jeden Fall begeben sich hier die Beatsteaks auf die Spuren von Jamie T und fügen sich super ein.

L auf der Stirn (feat. Deichkind): Als wir den Song zum ersten Mal gesehen haben, waren wir etwas perplex und fanden den Song eher so naja, aber beim zweiten hinhören groovt der ganz schön. Es ist zwar noch etwas ungewohnt Arnim auf deutsch zu hören aber komischerweise kommt bei uns da direkt ein Sommer und Festivalfeeling auf. (Ja, wir wissen um die Cover Songs Hey du und Frieda und die Bomben bei den live Shows, aber die lassen wir mal außen vor)

Attack and Decay: Komischerweise versucht man immer irgendwelche Vergleich zu ziehen, so auch bei diesem Song, welcher uns an Jimmy Eat World erinnert. Dennoch gefällt er uns super, da es eine sehr poppig verspielte Nummer mit eingängigen Melodien ist und es Spaß macht zu hören, was die Beatsteaks so austesten. Hier wieder mal erfolgreich.

Come On and Get Some: Mit seinen zu Beginn recht zauberhaften Klängen geht der Song über in eine Rock-Pop Sause. Come on and get some! Einer der Songs des Albums, der uns wirklich richtig gut gefällt.

No Surprises:
Ein lässiger up-tempo Song der uns mit seinem Refrain tatsächlich ein bisschen an U2 erinnerte, aber ansonsten ganz klar den Beatsteaks Stempel trägt.

Abbadu (feat. Farin Urlaub) ein Song, auf den man lange warten und gespannt warten muss, wenn man das Album von Beginn an anhört. Arnim fängt an bevor beim Refrain Farin hinzustößt und dann loslegt und dann denkt „verdammt wo sind Bela und Rod?“. Das Teil könnte genauso gut auf eine Ärzte oder Farin Urlaub Platte passen.

Gap
– Let’s go!!! Und dann wird es plötzlich für 1:41 Minuten ganz schön rockig – uns gefällt das und vor unseren Augen breitet sich die Wall of Death aus.

Summertime beim lesen des Titels kommt einem sofort der Gedanke an ihren Hit Summer, aber falsch gedacht! Summertime ist eine feiner Popsong, zwar Gitarrenlastig, aber nicht wuchtig und eher gefühlvoll zum tanzen gedacht .

The Job:
Ein nach vorne gehender Punk Song, als würde man die Zeit zurückdrehen, angehaucht natürlich von The Clash, aber eben wieder im Beatsteaks Gewand. Nice!

Unser Fazit zu BeatsteaksYours: Erstmal ist es total ungewohnt ein so langes Album mit 21 Songs durchzuhören, aber da die Beatsteaks sich auf diesem Album tatsächlich nicht wiederholen, macht die Sache auf jeden Fall Sinn. Es wird nicht langweilig und als „normalo“ Fan ist es spannend zu hören, was die Band alles aus sich rausholt. Natürlich wird der Ultra Beatsteaks Fan etwas enttäuscht sein, da die Platte eben nicht nur mit dem typischen Beatsteaks Sound daher kommt. Zur inzwischen achten Platte sei es ihnen erlaubt und auch gegönnt, sich ausprobieren zu dürfen, sich auf neue Richtungen einzulassen und in Genres rein zu schnuppern. Nicht umsonst kündigten die Beatsteaks ihre Platte Yours als ein Art Mixtape an. Behält man dies im Hinterkopf, ist das Projekt unserer Meinung nach sehr gut gelungen. Das Minus bekommen sie von uns für den Lückenfüller Ponkywonk.

Tracklist: Yours

01. Break Down
02. 40 Degrees
03. You in Your Memories (feat. Chad Price)
04. Filthy Crime
05. I Do
06. Velosolex (feat. Stereo Total)
07. Fever
08. Ponkywonky
09. Yours
10. Mrs. Right
11. Sucker Punch
12. Policoro
13. Hate to Love (feat. Jamie T)
14. L auf der Stirn (feat. Deichkind)
15. Attack and Decay
16. Come On and Get Some
17. No Surprises
18. Abbadu (feat. Farin Urlaub)
19. Gap
20. Summertime
21. The Job

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VÖ: 01. September 2017