Klinke XXX – Sommermusikfestival im Merlin – Konzertauftakt ANTIHELD

© Pressematerial ANTIHELD
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Auch in diesem Jahr veranstaltet das Kulturzentrum Merlin wieder die Konzertreihe Klinke XXX um einen Sommer lang ausschließlich den angesagtesten Newcomern aus der Region eine Plattform zu bieten – von Chanson, Jazz, Rock über Pop und Klassik ist für jeden etwas geboten, dessen Herz für die Musik schlägt.

Den Auftakt für das diesjährige Festival, das von 01. bis 29. August 2015 stattfindet, macht die Stuttgarter Band ANTIHELD, die von den Newcomern Mick Baff supported werden.

Los geht’s gegen 20:00 Uhr im Biergarten – Hier und da fallen ein paar Tropfen vom Himmel, unter der Markise und den beleuchteten Weinreben findet aber jeder schnell ein Plätzchen. Die Stimmung ist sommerlich, die Atmosphäre familiär und die Konzerte finden so oder so allesamt drinnen statt. Während es sich die einen also noch mit einem Bier auf dem Sofa des Innenhofes gemütlich machen, stehen die anderen schon vor der Bühne, die gegen 21:00 Uhr von der 4-köpfigen Band Mick Baff betreten wird. Die Jungs sorgen mit einer Mischung aus Rap und Rock für Dampf, lassen Gitarre, Bass und Drums mit anspruchsvollem Rap und Gesang auf unverwechselbare und energetische Art verschmelzen. Das Publikum ist begeistert, schwingt die Hüften und bedankt sich mit wohlverdientem Applaus.

Nach kurzer Umbaupause sind ANTIHELD am Start. Die Jungs, die dieses Jahr schon auf den Bühnen diverser Festivals aufgetreten sind, unter anderem dem Southside Festival, oder vor 10.000 Menschen als Vorband von The Boss Hoss das Stadtfest in Ludwigshafen gerockt haben, kommen zurück nach Hause und damit in die Stadt für die ihr Herz schlägt – Stuttgart. Mit ihren urbanen Pop Hymen, die oftmals von sympathischen, fehlbaren Helden mit Schwächen handeln, begeistern sie die Zuhörer. Die Musik ist eingängig, folgt aber niemals einem Schema sondern vertont die Geschichten hinter dem Song – Klassische Bandbesetzung, echte Instrumente, mal laut, mal leise, Deutschpop der rockigen Sorte könnte man vielleicht sagen. Dass Stuttgart ihre Homebase ist, zeigen sie nicht zuletzt mit ihrem Song „Kellerklub“, eine Hommage an den vielleicht liebsten Club der Heimatstadt. Die Zuhörer im Merlin, das „kritischste Publikum überhaupt“ wie Luca Opifanti der Sänger der Helden sagt, ist bisweilen recht textsicher und so geht der erste Festivalabend mit der großen Refrainzeile „Ich tätowier‘ mir deinen Namen in die Zukunft!“ der aktuellen Single „Für Immer“ geradezu hymnisch zu Ende und wir dürfen uns freuen, was die musikalische Zukunft den Stuttgartern noch so bescheren wird.

Review Christiane Hoppe