Wir waren gestern beim Konzert von den sympathischen Schweden von Friska Viljor in der Neuen Theaterfabrik in München.

Für uns war der Trip nach München ein ganz besonderer. Zum einen weil wir uns riesig gefreut haben, dass Friska Viljor endlich wieder auf Tour kommen, zum anderen war es ein „Geburtstagsausflug“. Und was gibt es schöneres, als seinen Geburtstag mit einer Band zu verbringen, die man sehr gerne hört? Genau! Fast nichts 😉

Den Anfang an diesem Abend machten in dieser wirklich besonderen Konzertkulisse mit riesen Kronleuchtern an der Decke die Stockholmer Band Side Effects. Die junge Band stimmte das Publikum mit ihrem halbstündigen Set, bestehend aus Liedern aus Ihrem Debütalbum A Walk In The Space Between Us aus dem Jahr 2013 und Songs aus dem vor knapp zwei Wochen erschienen Album Some Other Day sehr passend ein.

Friska Viljor @ München 2019 © About Musïc – J. Zekl

Nach einer kurzen Umbauphase standen um kurz nach 21:00 Uhr endlich Joakim und Daniel auf der Bühne. Begleitet von ihrer Band, bestehend aus Emil Nilsson an den Keys, Thobias Eidevald am Bass und Henrik Reinert am Schlagzeug. Einigen Schwedenfans sollten Emil und Henrik bekannt vorgekommen sein, die beiden sind ebenfalls Mitglied bei den Stompin‘ Souls. Ganz in Schwarz mit einer angesteckten Blume am Revers legten Sie direkt mit ihrem Set, welches in 3 Akte unterteilt war, los. Den Einstieg machte eine Mischung aus neuen und alten Songs – unter anderem der ersten Singleauskopplung Unless You Love Me vom vor zwei Wochen veröffentlichten Album Broken. Das Münchner Publikum nahm die Schweden sofort herzlich in Empfang und tanzte und sang was das Zeug hielt.

Friska Viljor @ München 2019 © About Musïc – J. Zekl

Der zweite Teil des Sets war voll und ganz dem neuen Album gewidmet. Broken entstand aus der Trennung Joakims – und seine Gefühlswelt in dieser Situation spiegelt sich mehr denn je im neuen Album und den Songs, die eine Geschichte erzählen, wieder. So ist dieser Teil des Konzertes eher ruhig – melancholisch – gefühlvoll – und vor allem: sehr privat. Zwischen den Songs erzählt Joakim eben von der Entstehung der Songs und der Geschichte dahinter. Vom Zweifel an seiner Beziehung, der Trennung, bis hin zum Verhältnis zu seinen Kindern, die er nun natürlich nicht mehr jeden Tag sehen kann, und die er schmerzlich vermisst. Im Publikum wird es ganz ruhig, und man kann fast spüren, wie sehr die Besucher mit ihm mitleiden. Bemerkenswert, so seine Gefühle vor Fremden offenzulegen. Aber auch eine Art, so etwas zu verarbeiten. Ein bisher sehr untypischer – aber wirklich schöner Friska Viljor Konzertmoment.

Weiter ging es mit Klassikern wie If I Die Now und Wholwill, die das Publikum erneut zum kochen brachten. Selten hat man in so viele glückliche und lachende Gesichter geblickt, egal ob auf oder vor der Bühne.

Friska Viljor @ München 2019 © About Musïc – J. Zekl

Nach knapp einer Stunde verabschiedeten sich die Schweden, um kurze Zeit später für eine Zugabe, um unter anderem Old Man und Arpeggio nochmal zum Besten zu geben. Als die fünfköpfige Band erneut die Bühne verließ, gab sich das Münchner Publikum noch immer nicht zufrieden. Daniel und Joakim kehrten zurück, um eines unserer – und so wie es sich angefühlt hat – auch das absolute Lieblingslied der Münchner: Shotgun Sister zu spielen. Was ein toller Konzertabschluss, bei dem die Band und auch die Jungs von Side Effekts nochmal auf die Bühne kamen, und dort eine riesige Party anzettelten.

Danke für einen tollen Geburtstag, es war uns ein Fest. Friska Viljor sind live einfach ein Brett. Absolute Herzmusik.


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