BOY – Konzert am 08.11.2015 im Wizemann in Stuttgart

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© Foto: Groenland Records
© Foto: Groenland Records

Mitte Mai gaben BOY bekannt, dass sie im Herbst mit den Songs ihres neuen Albums We were here auf Tour gehen werden. Nach einer kleinen Clubtour im September, startete Ende Oktober die Hallentour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit viel Glück ergatterten wir eines der heißbegehrten Tickets für die ausverkaufte Show am 08. November 2015 im Stuttgarter Wizemann.

Um 20:00 Uhr geht’s los und wir sind ganz schön aufgeregt. Nachdem wir bei der Clubtour rund ums Erstlingswerk Mutual Friends im Schocken vor knapp vier Jahren leer ausgingen, stehen wir heute in der Zuschauermenge und sind gespannt, wie die Songs der beiden live wohl so klingen? – Rocken die? Kriegen wir eine Gänsehaut? Oder kommen wir zum Entschluss, dass BOY doch eher was für Sonntagnachmittage auf der heimatlichen Couch sind?

Als Vorband ist der Kanadier Martin Gallop engagiert, ein Tausendsassa wie er im Buche steht – Songwriter, Produzent und Performer. Noch dazu hoffnungsloser Romantiker und selbstbetitelter „travelling Salesman“. Seine kurze Show eine Mischung aus Songs, Geschichten und Kunstinstallation.

Kurz vor neun beginnen BOY ihr Konzert mit der aktuellen Single „We were here“, wieder einmal unglaublich melodieverliebt. Auf Songs des neuen Albums, folgen Stücke aus ihrem 2011er Album. Die feine und abwechslungsreiche Mischung aus Singer-Songwriter-Pop, rockiger Eleganz, authentischer Geschichten und gefühlvoller Melodien nimmt den Raum des Wizemanns und das Publikum für sich ein. Mal laut, kraftvoll und quirlig, dann wieder leise, zart und zerbrechlich, singen und spielen sich die Schweizerin Valeska Steiner und Sonja Glass aus Hamburg in die Herzen der Zuschauer. Unterstützt von erstklassigen Musikern, verstehen es die beiden Frontfrauen auf der Bühne jedem ihrer Songs eine besondere Note zu geben.

Die Texte handeln weitgehend vom Aufbruch und Warten, vom Ankommen und Weiterkommen, von Heimweh und Fernweh, von Lebenslust und Melancholie. Es ist nicht schwierig, sich im einen oder anderen Stück wieder zu finden und so funkeln die Augen manch eines Zuschauers mit der Lichtperformance um die Wette.

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Der Albumtitel und die gleichnamige Single – We were here – sind dann in erster Linie auch eine großartige Hymne an die wertvollen Momente im Leben, an besondere Begegnungen und unvergessliche Augenblicke – „We were here, we were here, we were really here…“ – WIR AUCH!

Review Christiane Hoppe / Photo Groenland Records und Christiane Hoppe (Copyright: About MusÏc)